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GESCHICHTE

 

 

Geschichte der Kirche und des Klosters:

Von einer Kapelle zur Kirche:

1783 war bereits die Errichtung einer Pfarre in Deutsch Goritz durch Kaiser Josef II. vorgesehen, doch kam es nicht dazu.1848 gab es Verhandlungen über den Bau einer Meßkapelle in Deutsch Goritz.

1848 gab es Verhandlungen über den Bau einer Meßkapelle in Deutsch Goritz.

1869 erlaubte das Ordinariat Graz den Bau einer Kapelle, die Bevölkerung wollte aber bereits eine Pfarrkirche haben. Der Bau kam aber nur schleppend voran und wurde schließlich eingestellt.

1889 wurde nach einigen Ermahnungen die Kapelle fertiggebaut und im Jahr darauf eröffnet.

1894 begannen die Geschwister Gollmann mit der Suche nach ständigen Seelsorgern in Deutsch Goritz. Sie waren sogar bereit, ein Kloster dafür zu bauen.

1897 erhielt Alois Gollmann eine positive Antwort von P. Anton Maria Schwartz, dem Gründer der Kalasantiner. Daraufhin wurde ein Verein für die Klostergründung errichtet und die Verhandlungen mit den zuständigen Stellen begonnen.

Klosterkirche in Deutsch Goritz:

1902 wurden Kirche und Kloster feierlich eröffnet und die Kalasantiner (zwei Priester und vier Brüder) zogen in Deutsch Goritz ein.

1904 wurde die Kirche etwa um die Hälfte vergrößert und ein neuer Turm gebaut.

1910 wurde die Kirche im Altarraum geringfüfig vergrößert und zum Abdecken der Feuchtigkeit Fliesen an den Wänden angebracht. Ein zweiter kleiner Glockenturm aus Holz mit einer Totenglocke wurde über dem Altarraum auf das Dach gesetzt. Das Bild zeigt Kirche und Kloster zwischen 1910 und 1912.

1913 wurde ein Versammlungs- und Theatersaal gebaut und in der Folge für Vorträge, Versammlungen, Theater- und Kinoaufführungen genutzt.

1923 gab es erste Initiativen in der Bevölkerung zur Gründung einer Pfarre. Ein diesbezügliches Ansuchen wurde an das Ordinariat gestellt.

1925 eröffnete die Gemeinde Deutsch Goritz einen Friedhof, der später an die Pfarre abgetreten werden sollte.

Pfarrkirche Deutsch Goritz:

1928 konnte nach langen und schwierigen Verhandlungen die Pfarrgründung erfolgen. Das neue Pfarrgebiet wurde von der Pfarre Straden abgetrennt. Die Ortschaften Deutsch Goritz, Schrötten, Oberspitz, Unterspitz, Salsach sowie der Teil von Weixelbaum, der zur Pfarre Straden gehörte, wurden zur Gänze an Deutsch Goritz abgetreten. In Haselbach, Hofstätten und Krobathen gab es teilweise Volksbefragungen und nur ein Teil dieser Orte wurde an die neue Pfarre angeschlossen. Ein Haus aus Diepersdorf kam ebenfalls zur Pfarre Deutsch Goritz (das Haus gehört heute zu Salsach). Wegen Uneinigkeiten bestimmte das Ordinariat, daß kein Haus der zur Pfarre Mureck gehörenden Ortschaft Ratschendorf an die neue Pfarre angeschlossen werden sollte.

1934 wurde die Kirche in großem Umfang renoviert, im Inneren wurde die Flachdenke durch die heute bestehende Gewölbedecke ersetzt. Decke und Wände wurden von Bruder Lukas aus dem Stift Seckau bemalt. Der kleine Turmaufsatz über dem Altarraum wurde wieder entfernt.

1938 beschlagnahmte die NSDAP den Theatersaal.

1941 wurde das Kloster durch die neuen Machthaber aufgelöst und ein Weltpriester (Karl Rainer) wurde Pfarrer. Bis auf einige Pfarrräumlichkeiten wurde das Klostergebäude von der NSDAP beschlagnahmt.

1945 kamen die Kalasantiner wieder zurück und das Kloster wurde wieder eingerichtet.

1949 wurde ein Tonkino im Theatersaal eröffnet, von dem man sich Einnahmen für das Kloster erhoffte. Die Betriebsführung übernahmen pfarrliche Mitarbeiter. Das Kino bestand bis 1969.

1953 wurde ein elektrisches Geläute im Turm installiert.

1966 erfolgte eine kleine Kirchenrenovierung, vor allem der Außenputz wurde erneuert.

1989 wurde die Kirche umfassend renoviert. Die Fliesen im Inneren der Kirche wurden entfernt, ebenso die dunklen Wandmalereien. Der Altarraum wurde neugestaltet und erhielt einen Volksaltar aus Stein und einen feststehenden Ambo.

1993 wurde die Aufbahrungshalle gegenüber der Kirche errichtet, weil abzusehen war, daß Hausaufbahrungen nicht mehr gestattet werden würden.

1998 wurde ein Nebengebäude des Theatersaales, das als Pastoralraum für verschiedene Zwecke nicht mehr geeignet war, abgerissen und ein neues Pfarrheim errichtet und "Herz Jesu-Pfarrheim" genannt.

2012 wurde der Kirchplatz neu gestaltet, größere Plätze vor den Eingängen gepflastert, ein behindertengerechter Zugang (Seitentor) geschaffen und neue Schaukästen aufgestellt.

2016 wurde die Pfarre an die Diözese übergeben. Seit September leitet der Weltpriester Sławek Białkowski die Pfarre (der zugleich Pfarrprovisor von Mureck ist und auch in Mureck wohnt). Das Kloster der Kalasantiner bleibt weiter bestehen.

Deutscher Seitentitel
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